Unser Ministerpräsident will bei der Nachbesetzung des abhanden gekommenen Finanzministers mal wieder Handlungsstärke beweisen. Dazu muss notfalls auch mal Allerheiligen - sein selbst gesetzter Verkündungstermin - auf den 3. November verschoben werden. Diese Handlungsstärke fiel dann aber doch der Erkenntnis zum Opfer, dass der Finanzminister vielleicht doch nicht beliebig mit der altbekannten evangelischen Flüchtlingsbäuerin besetzt werden kann, sondern in der heutigen Zeit zumindest einen Hauch an Fachkompetenz erfordert. Damit scheiden Elektrikerinnen ebenso aus wie (eigentlich) Journalisten mit juristischer Grundausbildung. Auf letzteres wird es mangels Alternativen aber wohl leider hinauslaufen. Wollen wir hoffen, dass es im Finanzministerium in Zukunft nach dem Motto funktioniert: "Der Minister drigiert das Haus, und das Haus weiß schon, was es macht".

