Freitag, 7. Oktober 2011

Alternativer Bericht vom CSU-Parteitag

Während im Saal Theo Waigel und Horst Seehofer die üblichen Euro-Durchhalteparolen abspulen demonstrieren Mitstreiter der Aktion Linkstrend stoppen und der Echten CSU vor dem Nürnberger Tagungszentrum. Mit unserem Transparent danken wir den mutigen Abgeordneten der CDU, CSU und der FDP, die sich am 29.09.2011 dem Marsch in die Schulden- und Transferunion widersetzt haben. Wir kritisieren die immer kürzeren Halbwertszeiten mit denen irrwitzige Milliardenbeträge, gestern noch zur Rettung von Staaten, heute schon wieder zur angeblichen Rettung von Banken in den Orkus geworfen werden, als ob man Schulden mit immer neuen Schulden bekämpfen könnte.

Von der kritischen Haltung der Basis zu diesem existenziellen Thema scheinen die CSU-Oberen nichts zu halten. Die CSU-Tagungsleitung erteilte der Leitung der Messe Nürnberg die Weisung, uns des Saales zu verweisen, als wir Flugblätter mit der kritischen Haltung zu den endlosen "Schulden-Schirmen" und der Zerstörung unseres Geldwertes verteilen, obwohl 90 % der Parteibasis unserer Auffassung uneingeschränkt zustimmen. Ein absoluter Skandal, der ein ernstes Nachspiel haben wird, da auch Delegierte unter den Betroffenen sind. Lassen wir nicht zu, dass solche Pofalla-Methoden Einzug in die CSU halten und jede demokratische Diskussionskultur im Keim ersticken.

Wir haben unseren Protest bei Ankunft von Frau Merkel vor dem Messezentrum fortgesetzt und werden unsere Aktionen bei vielen anderen Gelegenheiten so lange fortsetzen, bis sich die CSU-Führung wieder den echten Sorgen der Menschen annimmt und elementare Grundsätze nicht mehr länger dem Zeitgeist oder falschen Verbündeten, wie der Merkel-CDU opfert. Bitte unterstützen Sie uns bei diesem wichtigen Engagement! Wir freuen uns auf Ihre Zusagen unter die_echte_CSU@gmx.de. Jetzt erst recht!

PS: Wir danken nochmals ausdrücklich allen Abgeordneten der Koalition, die am 29.09.2011 nicht für den Marsch in die Schulden-Union gestimmt haben und sich nicht einschüchtern ließen:

Peter Gauweiler (CSU)

Thomas Silberhorn (CSU)

Herbert Frankenhauser (CSU)

Josef Göppel (CSU)

Manfred Kolbe (CDU)

Carsten Linnemann (CDU)

Wolfgang Bosbach (CDU)

Klaus-Peter Willsch (CDU)

Alexander Funk (CDU)

Thomas Dörflinger (CDU)

Veronika Bellmann (CDU)

Frank Schäffler (FDP)

Jens Ackermann (FDP)

Torsten Heiko Staffeldt (FDP)

Sylvia Canel (FDP)